NZZ: Zentralschweizer Sparkontoalternative

30. Januar 2022

Zentralschweizer Sparkontoalternative

RealUnit will ihren Investoren auch bei trüber Sicht und grosser Unsicherheit die nötige Stabilität und Sicherheit bieten.

Von Roberto Stefano erschienen in der NZZ am Sonntag (Paid Content)

Die RealUnit Schweiz AG will mit ihren Aktien und Token Privatkunden die Möglichkeit bieten, ihr Erspartes krisenresistent und werterhaltend anzulegen. Mit Anlagen in reale Werte soll das investierte Vermögen langfristig vor Inflation und Kaufkraftverlust geschützt werden.

Wer heute sein Geld auf dem Bankkonto liegen lässt, muss zusehen, wie das Ersparte kontinuierlich an Wert verliert, statt einen Zins dafür zu erhalten. Der Grund ist einfach: Durch die Inflation nimmt die Kaufkraft des Geldes stetig ab. Während die Teuerung hierzulande noch bei moderaten 1,5 Prozent liegt, hat sie in Deutschland mit 5,3 Prozent bereits den höchsten Stand seit fast 30 Jahren erreicht. Und in den USA kletterte sie jüngst sogar auf 6,8 Prozent – Tendenz weiter steigend. Zuletzt haben die hohen Energiepreise sowie die globalen Lieferengpässe die Inflation angeheizt.

Eine schon länger anhaltende Ursache ist die Schwemme an neuem Geld, das die Zentralbanken seit Jahren zur Stabilisierung der Wirtschaft in die Märkte pumpen. Im Gleichschritt mit der Ausdehnung der Geldmenge steigen die öffentlichen und privaten Schulden, während die Aktienmärkte durch die Liquiditäts- spritzen neue Höchstwerte erklimmen. Wer nicht investiert ist, geht leer aus. Wie lange kann das noch gut gehen? Die Meinungen sind geteilt. Manche Experten jedenfalls vergleichen das heutige Finanzsystem mit einem Pulverfass, das beim kleinsten Funken hochgehen und die nächste Finanzkrise einläuten könnte.

Alternative zum Sparkonto mit Inflationsschutz und Ertrag

Angesichts dieses düsteren Szenarios sind neue Lösungen gefragt. Einen neuen Ansatz bietet die Investmentgesellschaft RealUnit Schweiz AG in Baar. Sie investiert diversifiziert in leistungs- und sach- bezogene Realwerte und beabsichtigt so, das Vermögen ihrer Investoren bestmöglich vor einem Crash und Teuerungsverlusten zu schützen. «Unser oberstes Ziel ist der langfristige Erhalt der Kaufkraft sowie eine erhöhte Krisenresistenz», bestätigt der CEO Daniel Stüssi.

Statt ihren Batzen auf ein Konto bei einer Bank einzuzahlen und dafür Kaufkraftverluste und manchmal sogar Negativzinsen hinnehmen zu müssen, sollen die Sparer zukünftig in RealUnit investieren. Das Renditeziel der Gesellschaft besteht darin, das Wachstum des Bruttoinlandprodukts zu übertreffen, womit die Kaufkraft auch in einem inflationären Umfeld erhalten würde. In den vergangenen vier Geschäftsjahren betrug die durchschnittliche Nettorendite 1,60 Prozent pro Jahr. Das mag im Vergleich zur Börsenperformance im selben Zeitraum zwar mager erscheinen. Allerdings steht bei RealUnit auch nicht die Renditemaximierung im Vordergrund. «Unser Fokus liegt auf dem Werterhalt und dem langfristigen stabilen Wachstum. Wer den schnellen Gewinn sucht, ist bei uns am falschen Ort», sagt Stüssi.

Die dazu nötigen Erträge erwirtschaftet RealUnit über Beteiligungen an Unternehmen mit starken Bilanzen, krisenresistentem Geschäftsmodell und nachhaltigen Dividenden. Unter den grössten Positionen im Portfolio befinden sich deshalb viele Schweizer Titel von soliden Firmen wie den beiden Pharmakonzernen Roche und Novartis, aber auch regionalen Unternehmen wie den Wasserwerken Zug (WWZ). Die starke Ausrichtung auf den Vermögenserhalt bei RealUnit zeigt sich auch darin, dass selbst diese Value-Aktien je nach Marktsituation mit Derivaten gegen einen Kurseinbruch abgesichert werden.

Reale Sachanlagen ausserhalb des Bankensystems

Die drei grössten Positionen sind keine Wertschriften, sondern physische Anlagen in Gold, Schweizer Franken und Silber – sicher gelagert in Bunkern in der Schweiz. Mindestens die Hälfte des investierten Vermögens ist in reale Sachanlagen ausserhalb des Bankensystems an- gelegt. Hier steht neben dem Werterhalt vor allem auch der Krisenschutz im Vordergrund. «Indem wir beispielsweise Schweizer Franken bunkern, müssen wir keine Negativzinsen zahlen, haben Zugang zu den Geldern, wenn es zu Verwerfungen im Finanzsystem kommt und verfügen auch über die nötigen Mittel, um bei einem Crash unterbewertete Firmenanteile zu kaufen», erklärt Stüssi das Konzept. Die Investmentgesellschaft bleibt dank den physischen Anlagen in einer Krise ausserhalb des Bankensystems geschäftsfähig und flexibel.

Genau diese Flexibilität ist der Grund, weshalb im Juni 2017 der RealUnit-Fonds in die Investmentgesellschaft RealUnit Schweiz AG umgewandelt wurde. «Die Richtlinien für Anlagefonds sind sehr restriktiv und würden unsere Handlungsfähigkeit, insbesondere in der Krise, ein- schränken», so Stüssi. Die längerfristige Vision der Gesellschaft geht sogar noch weiter: RealUnit soll bei Bedarf, dank Stabilität, Sicherheit und Handelbarkeit, so- gar als Parallelwährung zur Wertaufbewahrung und als Zahlungsmittel dienen. Eine Währung, die mit realen Werten gedeckt ist und sich nicht unbegrenzt schöpfen lässt.

Für Anleger, die eine kritische Sicht auf das heutige Finanzsystem haben und unabhängig von Banken sein möchten, bietet die Investmentgesellschaft die Wahlfreiheit, ihre Aktie auch als Token auf der Ethereum-Blockchain zu halten. Diese sind ein digitales Abbild der Aktie und gewähren den Anlegern dieselben Rechte – mit einem grossen Unterschied: Statt die Anteile im Wertschriftendepot der Hausbank aufzubewahren, verwahren die Token-Käufer diese auf einer Blockchain mit eigener «Private Key». Falls dieser verloren geht, kann, im Gegensatz zu Krytpowährungen, die Gesellschaft die Token einfrieren und dem Aktionär respektive der Aktionärin an ein neues «Wallet» überweisen.

Sparprodukt für vorsichtige Privatpersonen und KMU

Hinter der RealUnit-Idee steht als Grün- der der Zentralschweizer Privatbankier Karl Reichmuth. Er hat sich erstmals in den 2000er-Jahren mit dem Konzept auseinandergesetzt, bevor er das Anlagegefäss zuerst als Fonds und ab 2017 als Investmentgesellschaft für «Friends & Family» umsetzte. Inzwischen hat er sich altersbedingt aus dem Unternehmen zu- rückgezogen und die Leitung einem dynamischen Team um den langjährigen NAB-Filialleiter Daniel Stüssi übergeben. Reichmuth bleibt aber Ankeraktionär.

Mit dem Börsengang an die BX Swiss Ende November 2021 hat sich die RealUnit Schweiz AG nun gänzlich dem Publikum geöffnet. Angesprochen sind hauptsächlich Privatpersonen, die kritisch gegenüber dem aktuellen Finanzsystem eingestellt sind und auf Sicherheit setzen. Davon scheint es einige zu geben, die Nachfrage nach der Realwertanlage ist jedenfalls gross. «Im Februar 2022 bieten wir neben dem Handel unserer Aktien an der Börse auch eine Direktbeteiligung mittels Kapitalerhöhung an», sagt Stüssi. Angesichts des derzeit mit 18 Millionen Franken noch geringen Volumens sind im laufenden Jahr zudem weitere Kapitalerhöhungen geplant – damit sich möglichst viele Sparer an RealUnit beteiligen und sich vor der Inflation schützen können.

Lesen Sie hier den Originalartikel aus der NNZ:

Bildmontage Titelbild: zippypixels – Envato Elements

BX TV: Auswirkungen der Inflation - TV Interview

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Video Interview mit Dani Stüssi zu den Auswirkungen der Inflation, erschienen am 8.9.2022 auf BX TV. Im Interview auf BX TV erklärt Dani Stüssi, CEO der RealUnit Schweiz AG wie sich die Nachfrage der Investoren aufgrund der Inflation verändert hat und was die RealUnit Schweiz AG besonders auszeichnet.

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